KAL_19_004_Headerbild_1_EED_1140x300px_72dpi.jpg

EED - Auswirkungen und Lösungen für die Wohnungswirtschaft

Seit dem 25. Dezember 2018 ist die novellierte EU-Energieeffizienz-Richtlinie (EED) in Kraft. Die Mitgliedstaaten der EU sind dazu verpflichtet, deren Vorgaben bis zum 25. Oktober 2020 in nationales Recht umzusetzen. In Deutschland wird die EED maßgeblichen Einfluss auf die Novellierung der Heizkostenverordnung nehmen.

Ziel der EED ist es, den europaweiten Energieverbrauch bis zum Jahr 2030, im Vergleich zur Prognose von 2007, um 32,5 % zu senken und so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Um dieses Ziel zu erreichen und die vorhandenen Energieeinsparpotenziale auszunutzen, bedarf es auch einer Optimierung des Verbrauchsverhaltens von Wohnungsnutzern.

Bei der Erfassung von Heizenergie- und Wasserverbrauch können digitale Lösungen helfen, Nutzer zu sensibilisieren und zum Energiesparen zu motivieren. Aus diesem Grund rückt die EED u. a. das Thema „Abrechnung von Energie und Wasser“ in den Fokus. Für die Immobilienwirtschaft ergeben sich daraus wichtige Änderungen.

Fernauslesbare Mess- und Erfassungstechnik wird Pflicht

Mit der Umsetzung der EED in nationales Recht dürfen ab dem 25. Oktober 2020 nur noch fernauslesbare Zähler und Heizkostenverteiler installiert werden. Bereits installierte Mess- und Erfassungstechnik, die eine Fernauslesung nicht unterstützt, muss bis spätestens 1. Januar 2027 nachgerüstet oder ausgetauscht werden.

Besonders der verpflichtende Einsatz von Funkmesstechnik hat bereits heute Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft und schafft Handlungsimpulse. Diese ergeben sich aus den Fristen und der Lebensdauer der verschiedenen Erfassungsgeräte. Wärme- und Warmwasserzähler haben eine Eichfrist von fünf, Kaltwasserzähler von sechs Jahren. Danach müssen sie zwingend ausgetauscht werden. Heizkostenverteiler werden, bedingt durch die Batterielaufzeit, in der Regel nach zehn Jahren ausgetauscht.

Wohnungsunternehmen und Immobilienverwalter, die heute noch Mess- und Erfassungstechnik installieren, die keine Fernauslesung ermöglicht, müssen spätestens bis Ende 2026 wieder aktiv werden und ihre Heizkostenverteiler nachrüsten oder austauschen. Die Lebensdauer von zehn Jahren wird somit unterschritten, was einen wirtschaftlichen Verlust bedeutet.

Aus diesem Grund empfehlen wir bereits heute ausschließlich den Einsatz von fernauslesbaren Mess- und Erfassungsgeräten.

Unterjährige Verbrauchsinformationen für die Bewohner

Fernauslesbare Messtechnologie gesetzlich vorzuschreiben ist das Fundament für mehr Verbrauchstransparenz und dient als Basis für die zweite gesetzliche Vorgabe: Die unterjährige Verbrauchsinformation.

Die EED verpflichtet Vermieter ab dem 25. Oktober 2020 dazu, Wohnungsnutzern in Liegenschaften mit fernauslesbaren Erfassungsgeräten auch unterjährig Verbrauchsinformationen zur Verfügung zu stellen. Ab dem 1. Januar 2022 müssen Bewohner in fernauslesbaren Liegenschaften monatlich mit aktuellen Informationen über ihren Wärme- und Trinkwasserverbrauch versorgt werden.

Unsere Lösung: Bereits heute alle Anforderungen der EED erfüllen!

Mit unserer kaloBLUE-Funktechnologie bieten wir Ihnen ein ausgereiftes Funksystem, mit dem Sie bereits heute alle Vorgaben der EED erfüllen und für zukünftige Anforderungen bestens vorbereitet sind. Unsere vernetzte Messinfrastruktur, basierend auf modernster AMR-Funktechnologie (Automatic Meter Reading), ermöglicht die automatisierte und verschlüsselte Fernübertragung von Messdaten, ohne dass die Liegenschaft oder die Räumlichkeiten des Wohnungsnutzers betreten werden müssen. Alle Geräte nutzen das Wireless-M-Bus-Protokoll im offenen OMS-Standard (Open Metering System) – damit sind maximale Transparenz und Interoperabilität sichergestellt.

Die Funkauslesung hilft nicht nur die künftigen gesetzlichen Erfordernisse zu erfüllen, sie sorgt schon jetzt für einen deutlichen Komfortzuwachs bei Wohnungsnutzern. Denn diese müssen nicht länger vor Ort sein, damit eine Verbrauchsablesung erfolgen kann.

Aber auch für Immobilienunternehmen und -verwalter ergeben sich unmittelbare Vorteile: Durch die neue Technik wird eine noch schnellere und zuverlässigere Heizkostenabrechnung möglich. Denn die Ablesedaten werden vollautomatisch und sicher per Mobilfunk- und Breitbandtechnologie in das KALO-System eingespielt – Übertragungsfehler können dadurch effektiv vermieden werden. Der Datenverkehr erfolgt stets unter Einhaltung höchster Datenschutzstandards.

Im Zusammenspiel mit dem bewährten KALO-Plausibilisierungsprozess wird somit eine weitere Steigerung der Datenqualität erzielt und in Kombination mit unseren digitalen Abrechnungslösungen die Aufwände in der Liegenschaftsverwaltung reduziert.

Die Funktechnologie von KALO ist ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung der Immobilienwirtschaft. Bereits heute erfüllt die Technologie alle Anforderungen der EED und garantiert Ihnen somit Investitionssicherheit. Sofern Sie sich für die Miete der Mess- und Erfassungstechnologie entscheiden, sind die anfallenden Kosten zudem in der Heizkostenabrechnung umlagefähig.

Ihre Vorteile – mit moderner Funktechnologie von KALO

Mit der modernen kaloBLUE-Funkinfrastruktur liefern wir der Wohnungswirtschaft schon heute die Technologie für die Anforderungen von morgen. Die Fernübertragung von Messwerten ist die Voraussetzung zur Einhaltung der EED. Darüber hinaus sichert der verwendete OMS-Standard Entscheidungsfreiheit für die Zukunft.

Auch eine Verknüpfung von Smart- und Submetering ist optional möglich: Die KALO-Funkinfrastrukturlässt sich via CLS-Technik jederzeit über das Smart Meter Gateway für eine gebündelte Außenkommunikation anbinden.

  • Zuverlässige Fernauslesung
  • Investionssicherheit
  • Reduzierung Ihrer Aufwände
  • Keine Verbrauchsschätzungen
  • Hohe Akzeptanz bei Mietern
  • Keine Zwischenablesungen

Innovative Verbrauchsvisualisierung mit der KALO-App „Cards“

Auch im Bereich der unterjährigen Verbrauchsinformation bietet KALO bereits heute eine moderne und EED-konforme Lösung. Mit der App „Cards“ erhält der Bewohner ein komfortables und innovatives Visualisierungstool an die Hand.

Cards funktioniert für die Bewohner im intuitiven Erleben ähnlich wie eine Fitness-App: Der eigene Verbrauch von Strom, Wasser und Wärme kann an persönlichen Zielen oder Benchmarks – wie zum Beispiel dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Wohneinheiten – gespiegelt werden. Passende Energiespartipps liefern hilfreiche Unterstützung. So erkennen Mieter unmittelbar die Auswirkungen ihres eigenen Verbrauchsverhaltens und können darauf entsprechend reagieren.

FAQ

Für die Fernauslesung sind elektronische Heizkostenverteiler, Warm- und Kaltwasserzähler sowie Wärmezähler geeiegnt. Voraussetzung ist, dass sie mit einem Impulsausgang ausgestattet sind, der es ermöglicht, die Daten in Funksignale umzuwandeln.

Veraltete Mess- und Erfassungstechnik, wie zum Beispiel  Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip, sind für die Fernauslesung nicht geeignet und müssen bis spätestens zum 31. Dezember 2026 durch moderne fernauslesbare Technolgoie ausgetauscht werden.

Ja, auch Rauchwarnmelder des Typ C nach DIN 14676 können in das Netzwerk integriert werden und die vorgeschriebene Funktionsüberprüfung durchgeführt werden.

Bei den Funktionstests werden lediglich die folgenden Parameter übertragen:

  • Umfeldprüfung (erkennt Gegenstände im Umkreis von 50 cm)
  • Raucheintrittsüberwachung
  • Signalgeberüberwachung
  • Batteriestatus
  • Demontageerkennung

Mit diesen Minimaldaten können keine Rückschlüsse auf den Montageort und die Wohnungsnutzer gezogen werden. Die Parameter werden aktuell einmal jährlich von KALO fernausgelesen und nur für den Zweck der ordnungsgemäßen Rauchmelderwartung und deren Archivierung genutzt.

Der Begriff Fernauslesung bedeutet, dass die Heizkostenverteiler, Wasser- und Wärmezähler die erfassten Verbrauchswerte der Wohnung automatisch per Funk an KALO übertragen. Dieses Verfahren kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Messgeräte eine Funkschnittstelle besitzen oder über Funkaufsatzmodule nachgerüstet wurden.

Die Fernauslesung erfolgt entweder mobil über tragbare Datensammler oder stationär über Netzwerkknoten bzw. Gateways im Treppenhaus. Das Verfahren hat mehrere Vorteile: Die Daten werden immer stichtagsgenau erfasst, wodurch Zwischenablesungen sowie die Schätzung von Verbrauchswerten der Vergangenheit angehören. Auch das Betreten der Wohnräume ist nicht mehr notwendig.

Bei der Fernauslesung werden in der Regel folgende Verbrauchs- und Zählerdaten des Messgeräts an den Messdienst übertragen:

  • Aktueller Verbrauchswert
  • Vorjahresverbrauchswerte
  • Stichtagsdatum
  • Monats- bzw. Statistikwerte
  • Seriennummer
  • Fabrikationsnummer
  • Fehlermeldungen

Die Funkprotokolle der Geräte basieren auf der OMS-Spezifikation, dem derzeit modernsten Funkstandard zur Fernablesung intelligenter Zähler in Europa.

Die Zuordnung der Werte zu einer konkreten Wohnung erfolgt erst in der Zentrale von KALO in Hamburg. Wenn Unbefugte die Daten auf dem Übertragungsweg auslesen würden, ist ein Personenbezug nicht möglich. Zudem ist die Übertragung vom Gateway bis in unser Rechenzentrum per AES 256 Verschlüsselungstechnik abgesichert.

Zusätzlich verhindern mehrere Passwortstufen in der Software, dass nicht autorisierte Personen Zugriff auf die Daten erhalten. Aufgrund des speziellen Aufbaus des Datentelegrams kann ohne Verarbeitung mit den Softwarebestandteilen keine Entschlüsselung der Daten erfolgen. Durch fehlende Zuordnung der Geräte (ortsbezogene Daten wie z.B. Mietername, Wohnung o. ä.) kann ebenfalls kein Rückschluss auf das Nutzerverhalten erfolgen. Diese technischen Eigenschaften verhindern zuverlässig eine Zweckentfremdung der übertragenen Daten der Funksysteme.

Alle Daten werden mit großer Sorgfalt nach aktuellem Datenschutzrecht behandelt. Weitere Informationen zu unseren Datenschutzrichtlinien finden Sie hier.

Der Einsatz der 868 MHz Funkkomponenten im Sinne der technischen Störunempfindlichkeit ist als unbedenklich einzustufen.

Die eingesetzten Geräte entsprechen der einschlägigen Richtlinie 2014/53/EU Radio Equipment Directive (RED), umgesetzt in Deutschland durch das Funkanlagengesetz (FuAG) vom 27. Juni 2017, und wurden anhand der harmonisierten EN-Normen sowie zusätzlicher Prüfungen bei den AMR-Knoten geprüft.

Die Sendeleistung der eingesetzten Funkmessgeräte liegt deutlich unter 10 Milliwatt. Aktuelle Funktelefone (UMTS) besitzen eine Leistung von durchschnittlich 250 Milliwatt. Damit ist die durchschnittliche Abstrahlleistung von Mobiltelefonen bis zu 200-mal höher als bei dem von der Kalorimeta GmbH eingesetzten Funksystem. Die optimierte Sendeleistung und die minimale Sendedauer der Messgeräte bewirken, dass sämtliche Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung weit unterschritten werden.

Wünschen Sie ein Angebot oder haben Sie Fragen zur EED?

Wir helfen Ihnen gerne - nutzen Sie unser Kontaktformular oder finden Sie Ihren Ansprechpartner vor Ort.

Diese Website verwendet Cookies, um Webanalysen durchzuführen und personalisierte Angebote zu erstellen. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies finden Sie in den Datenschutzhinweisen. VERSTANDEN!