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FAQ - Funktechnologie

Ergänzend zu den Antworten auf häufige Fragen zur Mess- und Erfassungstechnik haben wir für Sie einen separaten Bereich mit Informationen rund um die eingesetzte Funktechnologie erstellt. Die Ablesung der Verbrauchs- und Statuswerte per Funk ist heute bereits in vielen Liegenschaften und Wohnungen möglich. Zukünftig wird der Anteil der Wohnungen, die mit einer vernetzten Infrastruktur (AMR-Funktechnologie) ausgestatt sind, weiter ansteingen, da die Technologie sowohl für Hausverwaltungen sowie Wohnungsgenossenschaften als auch für den Bewohner viele Vorteile bietet.

Funkablesung bedeutet, dass die Heizkostenverteiler, Wasser- und Wärmezähler die erfassten Verbrauchswerte Ihrer Wohnung automatisch per Funk an den Messdienst übertragen. Es ist kein Betreten der Wohnung für die Heizkostenabrechnung mehr erforderlich. Dieses Verfahren kommt immer dann zu Einsatz, wenn die Messgeräte eine Funkschnittstelle besitzen oder über Funkaufsatzmodule nachgerüstet wurden.

Die Funkablesung erfolgt entweder mobil über tragbare Datensammler oder stationär über Netzwerkknoten im Treppenhaus. Das Verfahren hat mehrere Vorteile: Die Daten werden immer stichtagsgenau erfasst, wodurch Zwischenablesungen sowie die Schätzung von Verbrauchswerten der Vergangenheit angehören. Auch das Betreten der Wohnräume ist nicht mehr notwendig, was zu einer hohen Akzeptanz bei den Mietern führt und zu reduzierten Aufwändungen in der Liegenschaftsverwaltung führt.

Möchten Sie mehr über unsere Funktechnologie erfahren? Dann wenden Sie sich gerne an Ihren persönlichen Ansprechpartner in Ihrer Region.

AMR steht für Automatic Meter Reading, einem Verfahren zur vollautomatischen Zählerfernauslesung über das Internet. Herzstück sind die Netzwerkknoten im Treppenhaus. Sie empfangen die Verbrauchsdaten der Messgeräte alle 4 Stunden. Da die Empfangsreichweite eines Netzwerkknotens durch die Gebäudebeschaffenheit beschränkt wird, bilden bei größeren Wohnobjekten mehrere Netzwerkknoten ein Ablesenetzwerk. Mindestens einer dieser Knoten steht in direkter Kommunikation zum Gateway. Dieses Gerät stellt wiederum eine Internetverbindung per Mobilfunk oder Ethernet zum Messdienst her und überträgt die Zählerstände. Die Verbrauchsdaten stehen dann sofort für verschiedene Dienste (Abrechnung, statistische Analysen etc.) bereit.

 "Vernetzte Infrastruktur" wird von uns als Oberbegriff für unsere AMR-Funktechnologie verwendet, die heute bereits alle Anforderungen und Herausforderungen von morgen erfüllt. Zur vernetzten Infrastruktur gehören die gesamte Mess- und Erfassungstechnik, wie zum Beispiel Funk-Heizkostenverteiler, -Wasserzähler und -Rauchwarnmelder, Wärmezähler mit Funkmodul sowie Netzwerkknoten und Gateways. 

Bei Funkablesung werden in der Regel folgende Verbrauchs- und Zählerdaten des Messgeräts an den Messdienst übertragen:

  • aktueller Verbrauchswert
  • Vorjahresverbrauchswerte
  • Stichtagsdatum
  • Monats- bzw. Statistikwerte
  • Seriennummer
  • Fabrikationsnummer
  • Fehlermeldungen

Die Funkprotokolle unserer Geräte basieren auf der OMS-Spezifikation, dem derzeit modernsten Funkstandard zur Fernablesung intelligenter Zähler in Europa.

Unser Funksystem ist aus elektromagnetischer Sicht absolut unbedenklich. Die Sendeleistung unserer Funkmessgeräte liegt deutlich unter 10 Milliwatt. Aktuelle Funktelefone (UMTS) besitzen eine Leistung von durchschnittlich 250 Milliwatt. Damit ist die durchschnittliche Abstrahlleistung von Handys bis zu 200-mal höher als bei unseren Funksystemen. Die optimierte Sendeleistung und die minimale Sendedauer der Messgeräte bewirken, dass sämtliche Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung weit unterschritten werden.

Verschiedene Passwortstufen in unserer Software verhindern, dass nicht autorisierte Personen Zugriff auf die Daten erhalten. Aufgrund des speziellen Aufbaus des Datentelegrams kann ohne Verarbeitung mit unseren Softwarebestandteilen (Funksoftware, Gerätetreiber) keine Entschlüsselung der Daten erfolgen. Durch fehlende Zuordnung der Geräte (ortsbezogene Daten wie z.B. Mietername, Wohnung o. ä.) kann ebenfalls kein Rückschluss auf das Nutzerverhalten erfolgen. Diese technischen Eigenschaften verhindern zuverlässig eine Zweckentfremdung der übertragenen Daten unserer Funksysteme.

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