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CEO Dr. Dirk Then im Interview: „Vorreiterrolle auf dem Weg zur digitalen Immobilie“ (BundesBauBlatt, Ausgabe 12/2020)

Dr. Dirk Then ist seit Juli 2020 CEO der KALORIMETA GmbH (Kalo) sowie einer von drei Geschäftsführern der noventic group. Bei Kalo ist er zuständig für die Bereiche Operations, Dienstleistung, Produktmanagement sowie Digitalisierung und Prozesse. Bereits seit 2019 verantwortet er in der noventic group die Bereiche Strategie und Transformation.

Herr Dr. Then, warum ist der Rollout von Smart Meter Gateways (SMGW) bei der GWG-Gruppe so bedeutend?

 

Dr. Dirk Then: Es handelt sich bei dem Projekt um den größten optionalen, also freiwilligen SMGW-Rollout deutschlandweit, mit dem wir Smart Metering und Submetering in großem Stil über Smart Meter Gateways bündeln. Wir nehmen damit in der Branche eine Vorreiterrolle auf dem Weg zur digitalen Immobilie ein. Darüber hinaus übernehmen wir mit Kalo auch den wettbewerblichen Messstellenbetrieb für Allgemeinstrom in sämtlichen Liegenschaften der GWG-Gruppe und zeigen damit, dass wir unserem Full-Service-Versprechen folgend unser Angebot stetig entlang der Kundenbedürfnisse erweitern. Nicht zuletzt verdeutlicht das Projekt, wie die Leistungs- und Produktangebote der noventic-Unternehmen Kalo und Qundis sowie der strategischen Beteiligung, der PPC, optimal ineinandergreifen. Ein Beleg für den Erfolg unseres strategischen Fokus und unserer Innovationskraft in der ­noventic group.

Welche Vorteile bringt die vernetzte Messinfrastruktur und das SMGW dem Vermieter und Mieter?

Dr. Dirk Then: Das SMGW hilft Effizienzpotenziale zu heben – sowohl beim Vermieter als auch beim Mieter. Bislang notwendige Doppelinfrastrukturen in der Immobilie fallen weg, das SMGW kann alle Verbrauchsdaten eines Gebäudes gebündelt übertragen. Die funkauslesbaren Messgeräte helfen zudem, allen Beteiligten Zeit zu sparen und gleichzeitig die Verbrauchstransparenz zu erhöhen.

Da die Verbrauchsdaten automatisch über Datensammler und das SMGW an die Cloud gesendet werden, können Bewohner regelmäßig, auch unterjährig, die eigenen Verbräuche sehen. Eine Vor-Ort-Ablesung und entsprechende Terminvereinbarungen entfallen – der Mieter muss sich keine Zeit mehr für einen Ablesetermin freihalten.

Für den Vermieter bedeutet die vernetzte, digitale Infrastruktur eine schnellere Abrechnung, die aufgrund der integrierten Daten­validierung weniger fehleranfällig ist. Darüber hinaus bildet die SMGW-Infrastruktur die Basis für viele weitere Anwendungen aus den Bereichen Smart Home und Smart Building und schafft somit Investitions- und Zukunftssicherheit.

Mit der Übernahme des Messstellenbetriebs können auch Drittanbieter eingebunden werden. Was heißt das konkret?

Dr. Dirk Then: Der Einsatz des interoperablen SMGW und die Anbindungsmöglichkeit via CLS-Kanal ermöglichen neben der Verbrauchsdatenerfassung nicht nur die Integration weiterer Anwendungen, sondern auch verschiedener Anbieter. Diese nutzen die Datenautobahn des SMGW für die Datenübertragung. Die Koordination und Bereitstellung der erfassten Daten erfolgt dann hochsicher an den jeweiligen Berechtigten durch den Gateway-Administrator. Somit können Manipulation oder Datenmissbrauch verhindert werden und gleichzeitig verschiedene Dienstleister die digitale Kommunikationsinfrastruktur nutzen. Ein echter Mehrwert für Mieter und ­Gebäudeeigentümer.

Sie starten ihre Aufgabe als Geschäftsführer mit einem zukunftsweisenden Projekt. Was haben Sie noch vor in der Zukunft?

Dr. Dirk Then: Klimaneutralität bis 2050 ist das Ziel des sogenannten European Green Deal. Unser Ziel ist es, Wohnungswirtschaft und Gebäudenutzer auf diesem ambitionierten Weg als innovativer und verlässlicher Partner zu begleiten. Wir wollen Wegbereiter sein für die klimaintelligente Immobilie und für wirtschaftliches, energieeffizientes und komfortables Wohnen. Es ist für mich ausgesprochen motivierend, daran mitwirken zu können.

Dieses Interview wurde in der Ausgabe 12/2020 des BundesBauBlatts veröffentlicht.


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