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Trinkwasserverordnung 2017: Servicedienstleister dürfen weiterhin Proben nehmen

Die neue Trinkwasserverordnung, die am 09. Januar 2018 in Kraft getreten ist, hat keine Auswirkungen auf die Entnahme der Probe durch Servicedienstleister. Diese können auch weiterhin, auf Basis bestehender Verträge, Trinkwasserproben nehmen. Damit kommt der Bundesrat einer Forderungen des Dachverbands Deutscher Immobilienverwalter e.V. nach, wonach Servicedienstleister weiterhin die Probenahme an der Wasserversorgungsanlage durchführen dürfen. Das Hamburger Unternehmen KALORIMETA AG & Co. KG (KALO), Full-Service-Dienstleister für die Wohnungswirtschaft, übernimmt bereits seit 2011, in enger Zusammenarbeit mit einer zertifizierten Untersuchungsstelle, die Probenahme und Trinkwasseruntersuchung für die Wohnungswirtschaft. Mittlerweile hat das Hamburger Unternehmen mehr als 280.000 Probenahmen durchgeführt.

Der Gesetzgeber hat mit der Neufassung der Trinkwasserverordnung ausdrücklich klargestellt, dass der Gebäudeeigentümer für die Abwicklung Beauftragte einsetzen darf (§ 15a Abs. 2 Nr. 2 TrinkwV). Somit kann das Hamburger Unternehmen auch weiterhin im Auftrag der Kunden die Beprobungen organisieren und durchführen. Wichtig ist, dass die Servicedienstleister mit einer zertifizierten Untersuchungsstelle kooperieren und die Probenehmer in das Qualitätsmanagement des Prüflabors eingebunden sind, was bei KALO schon immer der Fall ist.

Neu eingeführt wird mit Änderung der TrinkwV 2017 eine abgewandelte Anzeigepflicht, sobald bei Legionellen eine Überschreitung des technischen Maßnahmewertes von mehr als 100 KBE/100 ml festgestellt wird (KBE = Kolonie bildende Einheiten). Wird bei einer Untersuchung eine Überschreitung des technischen Maßnahmewertes festgestellt, muss dies mittlerweile direkt von der Untersuchungsstelle an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Parallel dazu wird der Servicedienstleister als Auftraggeber informiert und kann somit gleichzeitig den Kunden, also den Eigentümer beziehungsweise den Verwalter, über den Befund benachrichtigen.

Des Weiteren räumt die Novellierung Mietern zukünftig das Recht ein, Einzelergebnisse der Trinkwasseruntersuchung zu erhalten. Besteht diese Nachfrage nicht, kann weiterhin per Hausaushang oder individuell informiert werden.

Für Fragen rund um das Thema Trinkwasseruntersuchung und die Novellierung der Trinkwasserverordnung 2017, haben wir Ihnen einen FAQ-Katalog zusammengestellt.