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Energieausweis

Haben Ihre Immobilien alle einen gültigen Energieausweis? Die Gültigkeitsdauer von Energieausweisen ist auf zehn Jahre begrenzt und viele ausgestellte Ausweise laufen in 2017 sowie 2018 ab. Nachschauen lohnt sich, denn wer bei Vermietung oder Verkauf einer Immobilie kein gültiges Dokument vorlegen kann, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann.

Wir erstellen den Energieausweis aus den Verbrauchsdaten Ihrer Heizkostenabrechnung der letzten drei Jahre. Auf Wunsch kann der verbrauchsorientierte Energieausweis auch für Liegenschaften erstellt werden, für die KALO die Heizkostenabrechnung nicht erstellt.

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Die Antworten auf häufige Fragen rund um den Energieausweis:

Ein Energieausweis gibt Auskunft über die Energieeffizienz eines Gebäudes. Die ersten Energieausweise wurden im Zuge der Einführung der Energiesparverordnung (EnEV) ausgestellt. Sie sollen helfen, den Energieverbrauch von Gebäuden und Wohnungen zu vergleichen und eine Beurteilung der Gesamtenergieeffizienz einer Immobilie zu ermöglichen. Ähnlich der Energieeffizienzklassen von Haushaltsgeräten kann so ein Gebäude anhand seiner energetischen Voraussetzungen eingestuft und verglichen werden.

Unterschieden wird zwischen zwei verschiedenen Energieausweisen. Ein Großteil der Eigentümer darf frei zwischen einem Verbrauchs- und einem Bedarfsausweis wählen. Nur bei Immobilien mit weniger als fünf Wohneinheiten, deren Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde und die seither nicht mehr energetisch modernisiert wurden, ist der Bedarfsausweis Pflicht. Der Bedarfsausweis berücksichtigt die Bausubstanz sowie die Anlagetechnik, wohingegen sich der Verbrauchsausweis am tatsächlichen Verbrauch der Nutzer in den letzten drei Jahren orientiert. Empfohlen beim Verkaufen oder Vermieten wird in der Regel der Verbrauchsausweis, da er einen ausreichenden Vergleichswert liefert und darüber hinaus auch kostengünstiger ist.

Durch den Energieausweis soll Transparenz für Mieter und Käufer von Immobilien geschaffen werden. Der Energieausweis bescheinigt die Energieeffizienz und macht den Energiebedarf bzw. den Energieverbrauch sichtbar, bevor ein Käufer oder Mieter sich für eine Immobilie entscheidet. Daher sind einige Angaben aus dem Energieausweis bereits in Immobilienanzeigen verpflichtend.

Der Energieausweis muss bei Vermietung oder Verkauf einer Immobilie unaufgefordert vorgezeigt werden. Wer dem nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Ausgenommen von der Energieausweispflicht sind lediglich kleine Gebäude unter 50m² Nutzfläche sowie Baudenkmäler.

Bei Immobilienanzeigen, egal ob im Print oder online, müssen einige Kennwerte aus dem Energieausweis angegeben werden: Die Art des Energieausweises, der Energiebedarfs- bzw. Energieverbrauchswert, das Baujahr des Gebäudes, der Energieträger für die Heizung und die Effizienzklasse, falls vorhanden. Bei Nichtwohngebäuden muss zusätzlich der Endenergiebedarf bzw. -verbrauch getrennt für Wärme und Strom angegeben werden.

Wer bei Vermietung oder Verkauf einer Immobilie keinen gültigen Energieausweis vorlegen kann, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldstrafe von bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann.

2014 wurde die EnEV überarbeitet und mit ihr auch die Gestaltung der Energieausweise. Bei der Erneuerung sind daher neue Regelungen zu beachten. So reicht der farbige Bandtacho (grün bis rot) nur noch bis 250 kWh/m² und nicht mehr wie bisher bis 400 kWh/m². Das führt zu einer strengeren Bewertung. So können beispielsweise Immobilien, die nach der alten EnEV noch im grünen Bereich waren, durch die neue Verordnung in den gelben Bereich abfallen. Außerdem wurde zusätzlich zum Bandtacho noch ein weiteres Element eingeführt, um die Effizienz einer Immobilie zu bestimmen: die Energieeffizienzklasse. Die Klassifizierung, wie sie Käufer und Mieter schon vom Kauf von Haushaltsgeräten kennen, ordnet Gebäude einer Skala von A+ bis H zu und soll die Transparenz weiter steigern. Weitere Elemente des Energieausweises sind: der Grund der Ausstellung, Modernisierungsempfehlungen und die Angabe des Primärenergiebedarfs bzw. -verbrauchs.

Muster-Energieausweis zum Download

Der Energieausweis ist für alle Gebäude, egal ob Alt- oder Neubau und Wohn-oder Nichtwohngebäude, Pflicht. Ausgenommen von dieser Pflicht sind lediglich kleine Gebäude unter 50m² Nutzfläche und Baudenkmäler.

Der Energieausweis ist ab dem Ausstellungsdatum zehn Jahre gültig.

Die Kosten für den Energieausweis muss der Eigentümer tragen. Eine Umlage auf die Mieter ist nicht möglich.

Der Energieausweis soll Miet- bzw. Kaufinteressenten einen Vergleich von Gebäuden ermöglichen und dient lediglich der Information. Der zukünftige Energieverbrauch, und die damit verbundenen Kosten, lassen sich daraus jedoch nicht folgern. Das Einklagen von Forderungen oder Mietminderungen ist daher nicht möglich.