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Die Abrechnung von regenerative Energieanlagen

Wir freuen uns, dass Sie mit einer regenerativen Energieanlage zu einer lebenswerten Zukunft beitragen.

Seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) am 1. Januar 2009 spielen regenerative Energiequellen eine wichtige Rolle in der Wärmeversorgung.

Eigentümer von Neubauten mit einer Nutzfläche von mehr als 50 m² sind verpflichtet, den Wärme- (oder Kälte)-Energiebedarf im nach verwandter Energieart unterschiedlichen Umfang aus erneuerbaren Energien zu decken (Nutzungspflicht nach § 3 Abs. 1 EEWärmeG).

Was bedeutet der Einsatz von erneuerbaren Energien für die Heizkostenabrechnung?

Laut Heizkostenverordnung §9 Abs. 1 sind die Energiekosten in die Kosten für Warmwasser und Heizung aufzuteilen. Hierbei gilt die Rechnung: Gesamtkosten abzüglich Kosten für die Wassererwärmung = Kosten für Heizung. Wird der konventionelle Wärmeerzeuger durch regenerative Energie ersetzt, oder ergänzt, ist es zwingend erforderlich, dass wir als Messdienstunternehmen informiert werden. Die messtechnische Ausstattung und die Anordnung der Heizanlage sind entscheidend für die korrekte Kostentrennung Heizung und Warmwasser.

Informieren Sie uns

Falls Sie sich erst in Zukunft für eine regenerative Energieanlage entscheiden, unterstützen wir Sie natürlich gerne bei diesem Prozess. Bitte informieren Sie uns rechtzeitig, damit wir Ihre zukünftige Anlage in die Energie- und Betriebskostenabrechnung aufnehmen können!

Kurzinformationen zur regenerativen Energieanlagen auf einem Blick

Beim Einsatz von Kraftwärmekopplungsanlagen (Blockheizkraftwerken = BHKW) wird Strom und Wärme erzeugt. Für eine rechtssichere Heizkostenabrechnung ist es erforderlich, den abrechnungsrelevanten Brennstoffanteil und die abrechnungsrelevanten Nebenkosten aus den Gesamtkosten nach VDI 2077 zu berechnen. Die so berechneten Kosten für die Wärme werden in der Heizkostenabrechnung zum Ansatz gebracht. Wird keine Berechnung vorgenommen, zahlt der Mieter neben den Wärmekosten auch die Kosten für die Stromerzeugung.

Immer häufiger werden Heizungsanlagen mit Solaranlagen kombiniert oder durch diese ergänzt. Dabei unterstützt die Solaranlage die Trinkwassererwärmung und mitunter die Heizwärmeerzeugung. Bei verbundenen Anlagen innerhalb des Geltungsbereichs der Heizkostenverordnung, die neben der Erzeugung der Wärme für Heizung auch die Trinkwassererwärmung eingesetzt werden, müssen die anteiligen Kosten gemäß Heizkostenverordnung ermittelt und verteilt werden. Hierfür sind die Anteile für Raumerwärmung und Trinkwassererwärmung getrennt zu bestimmen.

Beim Einsatz von Wärmepumpen wird Wärmeenergie aus der Luft oder aus der Erde gewonnen. Der Vorteil dieser Pumpen, die mit Strom betrieben werden, ist, dass mit einem geringen Einsatz an elektrischer Energie ein großer Teil an Wärmeenergie erzeugt werden kann. Das Verhältnis beträgt das ca. 2- bis 2,5-fache. Die Wassererwärmungsformel laut HKVO §9 Abs. 2 ist dann nicht mehr anwendbar, da die berechnete Energie für die Wassererwärmung die aufgegebene Gesamtenergie übersteigt. Somit ist es erforderlich, Wärmezähler zu installieren, um eine Kostentrennung und eine verursachungsgerechte Aufteilung durchführen zu können