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Dekarbonisierung der Heizung: Fünf Vorteile smarter Thermostate für den Gebäudebestand

25.11.2024 | Aktualisiert 3.11.2026.
Bis zum Jahr 2045 muss Deutschland und damit auch die Wohnungswirtschaft klimaneutral sein. Der Gebäudesektor spielt bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen eine entscheidende Rolle. Es sind also Lösungen gefragt, die sich schnell im Bestand umsetzen lassen und kostengünstig sind – wie smarte Heizkörperthermostate speziell für die Wohnungswirtschaft. Sie ermöglichen einen geringinvestiven Einstieg in die Dekarbonisierung der Heizung und können einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu klimaneutralen Gebäuden leisten.

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KALO hat eine wohnungswirtschaftliche Variante smarter Thermostate entwickelt, die für einen flächendeckenden Einsatz in Mehrparteienhäusern konzipiert wurde und signifikante Energie- und CO2-Einsparungen bei vergleichsweise geringen Kosten ermöglicht. Unter anderem bestätigt die wissenschaftliche Untersuchung vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) die Wirksamkeit: In den untersuchten Wohnungen wurde eine durchschnittliche Heizenergieeinsparung von 15,5 Prozent nachgewiesen.

Hinzu kommt, dass die smarten Thermostate bei Vollausstattung des Gebäudes einen integrierten, adaptiven hydraulischen Abgleich bieten. Damit kann die digitale Heizungsoptimierung gleich mehrere Vorteile für die Dekarbonisierung von Gebäuden und Immobilien bieten.

Die Vorteile für die Dekarbonisierung des Gebäudebestandes im Überblick

1. CO₂-Einsparung bei der Heizung senkt die Kostenlast

Verschiedene Analysen haben zwei Einspareffekte festgestellt: Zum einen wird durch die erzielte Einsparung von durchschnittlich 15,5 Prozent Heizenergie auch der CO₂-Ausstoß beim Beheizen des Gebäudes reduziert, sofern fossile Energieträger zum Einsatz kommen. Zum anderen kann sich die CO₂-Einsparung bei der Heizung positiv auf die Kostenaufteilung zwischen Mietenden und Vermietenden nach dem CO₂-Kostenaufteilungsgesetz auswirken. Verbessert sich die CO₂-Bilanz des Gebäudes ausreichend, kann sich auch der vom Vermieter zu tragende Kostenanteil verringern.

2. Bessere Energieeffizienzklassen auf dem Weg zu klimaneutralen Gebäuden

Durch die Absenkung des Heizenergieverbrauches im Portfolio kann sich auch die Energieeffizienzklasse einzelner Gebäude verbessern. Dies ist insbesondere wichtig für Liegenschaften, die aktuell in den Effizienzklassen F, G und H sind. In Analysen konnte eine Verschiebung von mehr als 50 Prozent der Nutzeinheiten der Gruppe F, G und H auf die bessere Energieeffizienzklasse E festgestellt werden. Ob sich die Effizienzklasse eines Gebäudes tatsächlich verbessert, hängt jedoch von dessen energetischen Kennwerten und der Art des Energieausweises ab. Dies hat perspektivisch sowohl einen positiven Effekt auf die weitere Vermietbarkeit der Wohnungen als auch auf die Planung künftiger Sanierungen.

3. Dekarbonisierung der Heizung: Künftige Investitionen optimieren

Im Hinblick auf die angestrebte CO2-Neutralität von Wohngebäuden bis 2045 bleibt der Umstieg auf klimafreundliche Heiztechnik eine zentrale Aufgabe für die Wohnungswirtschaft. Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ermöglicht dabei eine technologieoffene Wahl des Wärmeerzeugers. In diesem Zusammenhang beeinflusst die Einsparung der Heizenergie durch Einsatz smarter Thermostate die Planung und Umsetzung der zukünftigen Wärmeerzeugungsanlagen positiv. Grund dafür ist, dass eine optimierte Heizungsanlage mit geringerem Wärmebedarf unter geeigneten Voraussetzungen auch einen kleineren Wärmeerzeuger benötigt. Dies kann die Investitionskosten für eine spätere Heizungsmodernisierung senken.

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KALO bietet eine kostenlose wirtschaftliche und technische Analyse an, um die Sinnhaftigkeit der smarten Thermostate in der jeweiligen Liegenschaft vorab zu prüfen.

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4. Gesetzliche Anforderungen erfüllen: Hydraulischer Abgleich mit geringem Aufwand

Neben der bereits beschriebenen CO2-Einsparwirkung ermöglichen die von KALO angebotenen smarten Thermostate zugleich die Durchführung des gesetzlich geforderten hydraulischen Abgleichs bei Neuanlagen (§ 60c GModG). Der Gesetzgeber erwähnt den hydraulischen Abgleich für eine bestehende Heizung nicht explizit, aber der hydraulische Abgleich gehört zu den einstellbaren technischen Parametern und Maßnahmen zur Absenkung der Vorlauftemperatur entsprechend der Aufzählung im § 60b Absatz 1 GModG. Das Verfahren mit den smarten Thermostaten ist gleichwertig mit dem herkömmlichen hydraulischen Abgleich (Verfahren B). Im Vergleich zum Verfahren B ist das TÜV-zertifizierte Verfahren mit den smarten Thermostaten allerdings wesentlich einfacher in der Handhabung, kostengünstiger und sorgt überdies für einen adaptiven hydraulischen Abgleich. Die Wärmeverteilung wird dabei kontinuierlich statt einmalig an den tatsächlichen Bedarf angepasst – ein weiterer Baustein für eine effiziente Heizung und die Dekarbonisierung des Gebäudebestandes.

5. Bilanzierung und staatliche Förderung

Der Einbau smarter Thermostate kann als Modernisierungsmaßnahme bilanziell aktiviert und abgeschrieben werden, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Er wird zudem im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unter bestimmten Voraussetzungen mit 15 Prozent gefördert. Die Förderung kann die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme zusätzlich verbessern.

Fazit: Dekarbonisierung der Heizung mit geringem Investitionsaufwand

In der täglichen Nutzung durch die Bewohner lässt sich der Heizenergieverbrauch und damit die CO2-Bilanz des Gebäudes nachhaltig optimieren. Das führt zur Senkung der CO2-Kosten und kann auch zu einer besseren Energieeffizienzklasse beitragen. Die dauerhafte Reduktion des Heizenergiebedarfs kann zudem die Investitionskosten für eine künftige Heizungsanlage reduzieren. Zugleich ermöglicht der flächendeckende Einsatz der smarten Thermostate im Mehrparteienhaus den gesetzlich geforderten hydraulischen Abgleich und das bei erheblich weniger Aufwand und geringeren Kosten. Nicht zuletzt ist die geringinvestive Smart-Heating-Lösung unter bestimmten Voraussetzungen als Modernisierungsmaßnahme abschreibbar und förderfähig. Die smarte Technik kann so zu einem wichtigen Puzzleteil auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand werden.