
Heizungsprüfung: Effizienz bleibt wichtig
Viele Heizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern laufen nicht optimal – oft unbemerkt. Zu hohe Vorlauftemperaturen, falsch eingestellte Heizkurven oder ineffiziente Pumpen führen dazu, dass unnötig Energie verbraucht wird. Genau hier setzt die Heizungsprüfung an, die derzeit im Gebäudeenergiegesetz (GEG), künftig Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG), verankert ist: Für bestimmte Gebäude gelten klare Vorgaben mit dem Ziel, Einsparpotenziale systematisch zu erkennen und umzusetzen.
Heizungsprüfung und Optimierung: Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
Geltungsbereich für jeweilige Immobilie prüfen.
Frühzeitige Planung: Zeitdruck, Terminengpässe und unnötige Zusatzkosten vermeiden.
Digitales Heizungsmonitoring als Erfüllungsoption prüfen: Digitale Überwachung kann langfristig effizienter sein als manuelle Vor-Ort-Prüfungen.
Zur unverbindlichen SofortanalyseHeizungsprüfung vollständig dokumentieren lassen: Pflichtnachweis und rechtliche Absicherung.
Maßnahmen als Chance: Heizungsbetrieb optimieren, Effizienz steigern, Energieverbrauch senken, Kosten sparen.
Reform des Gebäudeenergiegesetzes
Im Zuge der anstehenden Reform des sogenannten Heizungsgesetzes, eigentlich Gebäudeenergiegesetz (GEG), wird derzeit damit gerechnet, dass es noch vor der Sommerpause reformiert und in Gebäudemodernisierungsgesetz umbenannt wird. Das Eckpunktepapier der Koalition von Ende Februar sieht unter anderem vor, dass die 65-Prozent-Regel abgeschafft wird. Ein anderer Bereich wird voraussichtlich weitgehend unverändert bleiben, da er bereits technologieoffen und zielorientiert formuliert ist: die Pflicht zur Prüfung und Optimierung vorhandener Heizungsanlagen.
Wer ist zur Heizungsprüfung verpflichtet?
Die Pflicht zur Heizungsprüfung gilt für alle wassergeführten Heizungsanlagen, also zum Beispiel klassische Heizsysteme mit Heizkörpern oder Fußbodenheizung. Sie gilt jedoch nur dann, wenn das Gebäude mindestens sechs Wohnungen oder Nutzungseinheiten umfasst und die Heizungsanlage bereits mindestens 15 Jahre alt ist.
Für die Umsetzung gelten derzeit folgende Fristen: Wurde die Heizungsanlage vor dem 1. Oktober 2009 eingebaut, muss die Prüfung spätestens bis zum 30. September 2027 durchgeführt werden. Bei Heizungsanlagen, die ab dem 1. Oktober 2009 installiert wurden, ist die Prüfung jeweils innerhalb eines Jahres nach Ablauf von 15 Jahren ab dem Einbau fällig. Zusätzlich gilt: Werden im Rahmen der Prüfung Optimierungsmaßnahmen empfohlen, müssen diese innerhalb eines Jahres nach der Prüfung umgesetzt werden.
Gerade für Hausverwaltungen ist das relevant, weil Eigentümergemeinschaften frühzeitig informiert werden müssen, damit Beschlüsse und Beauftragungen rechtzeitig erfolgen können.
Was wird bei der Heizungsprüfung kontrolliert?
Im Rahmen der Heizungsprüfung geht es vor allem darum, technische Einstellungen und mögliche Schwachstellen aufzudecken. Dazu gehören unter anderem:
Einstellparameter der Anlage (u.a. Vorlauftemperatur, Heizkurve, Nachtabsenkung und Heizgrenztemperatur)
Effizienz der Heizungspumpe
möglicher Dämmbedarf an Rohrleitungen und Armaturen
Maßnahmen zur Absenkung der Vorlauftemperatur
Die Ergebnisse müssen schriftlich dokumentiert und an die verantwortliche Person übergeben werden. Zusätzlich müssen auch die umgesetzten Optimierungsmaßnahmen dokumentiert werden und auf Nachfrage auch den Mietenden vorgelegt werden können
Digital statt Vor-Ort-Termin: Heizungsprüfung durch Monitoring erfüllen
Mit dem digitalen Heizungsmonitoring von KALO lässt sich die Pflicht zur Heizungsprüfung (§ 60b GEG) vergleichsweise einfach und kostengünstig erfüllen.
Nach der Beauftragung erstellt KALO auf Basis der Vor-Ort-Begehung und ergänzender Gebäudeinformationen einen gesetzeskonformen Prüfbericht. Die Installation der erforderlichen Technik ist schnell erledigt und erfordert keine besonderen technischen Voraussetzungen oder Eingriffe in die Bausubstanz: KALO montiert die Mess- und Sensortechnik im laufenden Betrieb an der Heizungsanlage und sorgt für die Anbindung eines Gateways.
In einem übersichtlichen Dashboard erhalten die Verantwortlichen einen transparenten Überblick über alle ausgestatteten Heizungsanlagen, auch über mehrere Liegenschaften hinweg. Das Monitoring erfasst alle relevanten Betriebsdaten fortlaufend und wertet sie aus. So werden Zustand und Betrieb der Anlage fortlaufend und nachvollziehbar dokumentiert.
Zusätzlich entsteht automatisch und regelmäßig eine aktuelle, KI-gestützte Vorschlagsliste zur Anlagenoptimierung und erleichtert damit die Umsetzung der Optimierungsanforderungen nach § 60 b (2) GEG. Das Ergebnis: weniger Energieverluste und damit zu sinkende Kosten. Ein Heizungsfachbetrieb kann die empfohlenen Einstellungen datenbasiert und damit passgenau für die jeweilige Anlage vornehmen – häufig im Rahmen der jährlichen Wartung. Die erforderlichen Optimierungsmaßnahmen müssen innerhalb eines Jahres erfolgen, wodurch Monitoring und Umsetzung sinnvoll ineinandergreifen.
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Wirtschaftliche Immobilie dank Heizungsoptimierung
Die Heizungsprüfung und -optimierung ist aber nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern lohnt sich für Eigentümer:innen und Vermieter:innen auch wirtschaftlich. Viele Effizienzverluste entstehen schlicht durch Fehleinstellungen und lassen sich mit überschaubarem Aufwand beheben. Die Folge: Energieverluste und Betriebskosten sinken, die Immobilie wird zukunftsfähig und steigt sogar im Wert. Gleichzeitig entstehen nachvollziehbare Daten und Berichte, die auch für zukünftige Sanierungs- oder Investitionsentscheidungen hilfreich sein können.
Weitere Vorteile: Durch die Echtzeit-Überwachung werden Auffälligkeiten und Störungen frühzeitig erkannt und können durch die integrierte Alert-Funktion an festgelegte Ansprechpartner weitergeleitet werden. Der Anlagenbetreiber kann reagieren, bevor die Bewohner:innen überhaupt bemerken, dass etwas nicht stimmt.
Fazit: Heizungsprüfung nutzen statt nur erfüllen
Die gesetzliche Heizungsprüfung ist mehr als eine bürokratische Vorgabe. Sie bietet eine konkrete Gelegenheit, Heizungsanlagen effizienter zu betreiben, Kosten zu senken und die Immobilie energetisch besser aufzustellen. Wer Heizungsoptimierung strategisch angehen möchte, kommt am digitalen Monitoring nicht vorbei. Von den messbaren Vorteilen profitieren Eigentümer und Mieter gleichermaßen.
